Oldenburger Qualität

Eines haben die Mitglieder des BdB-Landesverbandes Weser-Ems gemeinsam: den hohen Anspruch an exzellente Ware. „Oldenburger Qualität“ ist zu einem feststehenden Begriff unter Pflanzen-Einkäufern in Europa geworden.

Über 150 Jahre fest in der Region verwurzelt

Die Ausmaße, die Baumschulen im norddeutschen Weser-Ems-Gebiet einnehmen, sind selbst für einen Laien nicht zu übersehen. Hier befindet sich das größte zusammenhängende Produktionsgebiet der Bundesrepublik, es ist eines der größten in Europa. Knapp 400 Betriebe reihen sich nahezu aneinander. Die Fläche in Niedersachsen beläuft sich auf 4.700 ha. 25 % aller Pflanzen, die in Europa verkauft werden, werden im Weser-Ems-Gebiet produziert.
Der Ursprung der Baumschulansiedlungen liegt über mehr als 150 Jahre zurück. Bereits im 19. Jahrhundert kam es zu den ersten Gründungen, bis 1935 waren es bereits 40 nennenswerte Betriebe. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wurden diese zwar gezwungen, alle Baumschulgehölze zu entfernen, um stattdessen Gemüse und Getreide anzubauen. Dennoch konnten die Gärtner viele Mutterpflanzen durch Umpflanzen in Wälder retten, sodass es in den 1950er Jahren wieder ca. 50 Betriebe in der Region gab. Sehr schnell folgten viele weitere Baumschulen.



Standortbedingungen fördern starkes Wachstum

Im Weser-Ems-Gebiet entstanden so viele Baumschulen, weil die Standortbedingungen hier optimal für die Anzucht qualitativ hochwertiger Pflanzen sind: Das maritime Klima, sehr gute Böden, meist moderate Temperaturen sowie gleichmäßig verteilte Niederschläge wirken sich äußerst positiv auf den Anbau aus.
Heute sind es rund 400 Baumschulen, die im WeserEms-Gebiet ansässig sind. Von Ihnen sind viele Mitglied in unserem BdB-Landesverband. Die Anzahl der Betriebe ist aufgrund fehlender Nachfolger zwar in den letzten Jahren geschrumpft, die Anbaufläche ist aber konstant geblieben. Seit den 1970/80er Jahren werden viele Flächen für Container-Ware genutzt, denn mit ihr begann die Möglichkeit zum ganzjährigen Pflanzenverkauf.

Breite Vielfalt

Während zu Beginn der Gründungen hauptsächlich Rhododendren und Azaleen im Fokus standen – noch heute findet 80 % der europaweiten Produktion in unserem Gebiet statt – kamen mit den Jahren sehr viele andere Sorten hinzu.
Heute können Gartencenter und Gartenlandschaftsgärtner aus dem Vollen schöpfen und nahezu ihren gesamten Bedarf im Weser-Ems-Gebiet abdecken. Vom Bodendecker über Laub- und Nadelgehölze bis hin zu großen Alleebäumen bieten die Betriebe eine sehr breite Vielfalt an. Der Verkauf findet hauptsächlich an Wiederverkäufer in Deutschland und die benachbarten Länder statt.